Der große Kampf, Ausgabe von 1858

Kapitel 39

Die Erde verwüstet

Dann erblickte ich die Erde. Die Gottlosen waren tot und ihre Körper lagen auf der Oberfläche der Erde. Die Bewohner der Erde hatten den Zorn Gottes in den sieben letzten Plagen erlitten. Sie hatten ihre Zungen vor Schmerzen zerbissen und hatten Gott geflucht. Die falschen Hirten waren besondere Ziele des Zorns Jehovas. Ihre Augen waren in ihren Höhlen und ihre Zungen in ihrem Mund verzehrt worden, während sie auf ihren Füßen standen. Nachdem die Heiligen durch die Stimme Gottes befreit worden waren, wandte sich der Zorn der gottlosen Menge gegeneinander. Die Erde schien mit Blut überschwemmt zu sein und tote Körper lagen von einem Ende der Erde bis zum anderen.

Die Erde befand sich in einem Zustand größter Verwüstung. Städte und Dörfer, von Erdbeben niedergerüttelt, lagen in Haufen da. Berge waren von ihrem Ort wegbewegt worden und hatten große Höhlen hinterlassen. Das Meer hatte rauhe Felsen auf die Erde geworfen und Felsen waren aus der Erde herausgerissen und überall auf ihrer Oberfläche zerstreut worden. Die Erde sah aus wie eine verwüstete Einöde. Große Bäume waren entwurzelt und über das Land verstreut. Hier ist 1000 Jahre hindurch das Heim Satans mit seinen bösen Engeln. Hier werden sie eingesperrt sein und auf der zerbrochenen Oberfläche der Erde auf und nieder wandern und die Folgen seiner Rebellion gegen Gottes Gesetz sehen. An den Folgen des Fluches, den er verursacht hat, kann er sich die 1000 Jahre hindurch erfreuen. Allein auf die Erde begrenzt, wird er kein Vorrecht haben, zu anderen Planeten umherzustreifen, um die ungefallenen Wesen dort zu versuchen und zu belästigen. Satan leidet in dieser Zeit sehr viel. Seit seinem Fall waren seine bösen Charakterzüge in beständiger Ausübung. Doch seine Macht ist ihm dann genommen und er wird zurückgelassen, um über die Rolle, die er seit seinem Fall gespielt hat, nachzudenken und mit Zittern und Schrecken auf die furchtbare Zukunft zu warten, wenn er für all das Böse, das er getan hat, leiden muss und für all die Sünden bestraft wird, die er zu begehen veranlasst hat.

Dann hörte ich Rufe des Triumphs von den Engeln und von den erlösten Heiligen, die wie zehntausend Musikinstrumente klangen, weil sie nicht mehr vom Teufel belästigt oder versucht werden würden und die Bewohner anderer Welten von seiner Gegenwart und seinen Versuchungen befreit waren.

Dann sah ich Throne und Jesus und die erlösten Heiligen setzten sich darauf; und die Heiligen regierten als Könige und Priester Gottes, und die gottlosen Toten wurden gerichtet und ihre Taten wurden mit dem Gesetzbuch, dem Wort Gottes, verglichen, und sie wurden gerichtet nach den Taten, die im Fleisch getan wurden. Jesus bestimmte in Einigkeit mit den Heiligen den Gottlosen den Teil zu, den sie ihren Werken entsprechend leiden müssen; und es wurde im Buch des Todes aufgeschrieben und ihrem Namen angerechnet. Satan und seine Engel wurden ebenfalls von Jesus und den Heiligen gerichtet. Satans Bestrafung wird viel größer sein als die Bestrafung derer, die er betrogen hat. Sie übertrifft deren Bestrafung so sehr, dass sie nicht mit der ihrigen verglichen werden könnte. Nachdem alle, die er betrogen hatte, umgekommen sind, sollte Satan immer noch leben und viel länger weiterleiden.

Nachdem das Gericht der gottlosen Toten am Ende der tausend Jahre beendet war, verließ Jesus die Stadt und ein Gefolge des Heers der Engel folgte ihm. Auch die Heiligen gingen mit ihm. Jesus kam auf einen großen und mächtigen Berg herab, der sich, sobald seine Füße ihn berührten, auseinander spaltete und zu einem sehr großen Tal wurde. Dann blickten wir auf und sahen die große und schöne Stadt mit zwölf Grundsteinen und zwölf Toren, drei an jeder Seite, und einem Engel an jedem Tor. Wir riefen aus: „Die Stadt! Die große Stadt! Sie kommt von Gott aus dem Himmel herab!“ Und sie kam herab in all ihrer Pracht und blendenden Herrlichkeit und ließ sich auf das große Tal nieder, das Jesus für sie vorbereitet hatte.

Siehe Offenbarung 16,10.11; Jeremia 25,31‑33; Offenbarung 20,1‑3; Offenbarung 20,4‑6.12; Sacharja 14,4; Offenbarung 21,10‑14

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