Der große Kampf, Ausgabe von 1858

Kapitel 11

Die Himmelfahrt Christi

Der ganze Himmel wartete auf die Stunde des Triumphes, wenn Jesus zu seinem Vater aufsteigen sollte. Engel kamen, um den König der Herrlichkeit zu empfangen und ihn triumphierend zum Himmel zu geleiten. Nachdem Jesus seine Jünger gesegnet hatte, wurde er von ihnen genommen und zum Himmel getragen. Und als er den Weg nach oben voranging, folgte ihm die Menge der Gefangenen, die bei seiner Auferstehung auferweckt worden waren. Eine große Anzahl des himmlischen Heers begleitete ihn, während im Himmel eine unzählbare Schar von Engeln sein Kommen erwartete. Als sie zur heiligen Stadt aufstiegen, riefen die Engel, die Jesus geleiteten, aus: „Hebt eure Häupter empor, ihr Tore, und hebt euch, ihr ewigen Pforten, damit der König der Herrlichkeit einziehe!“ Mit voller Begeisterung riefen die Engel in der Stadt, die sein Kommen erwarteten, aus: „Wer ist dieser König der Herrlichkeit?“ Die geleitenden Engel antworteten mit Triumph: „Es ist der Herr, der Starke und Mächtige, der Herr, der Held im Streit! Hebt eure Häupter empor, ihr Tore, ja, erhebt euch, ihr ewigen Pforten, damit der König der Herrlichkeit einziehe!“ Wieder rief das himmlische Heer aus: „Wer ist dieser König der Herrlichkeit?“ Die geleitenden Engel antworteten in melodischen Tönen: „Der Herr der Heerscharen! Er ist der König der Herrlichkeit!“ Und der himmlische Zug trat in die Stadt ein. Dann umringte das gesamte himmlische Heer den Sohn Gottes, ihren majestätischen Gebieter, und sie beugten sich mit tiefster Anbetung und warfen ihre glänzenden Kronen zu seinen Füßen. Und dann griffen sie in ihre goldenen Harfen und in süßen, melodischen Tönen füllten sie den ganzen Himmel mit ihrer reichen Musik und mit Liedern für das Lamm, das geschlachtet war, das doch wieder lebt in Majestät und Herrlichkeit.

Als nächstes wurden mir die Jünger gezeigt, wie sie traurig zum Himmel starrten, um den letzten Schimmer ihres aufsteigenden Herrn zu erhaschen. Zwei Engel, in weiße Gewänder gekleidet, standen bei ihnen und sagten zu ihnen: „Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr hier und seht zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg zum Himmel aufgenommen worden ist, wird in derselben Weise wiederkommen, wie ihr ihn habt in den Himmel auffahren sehen.“ Die Jünger, zusammen mit der Mutter Jesu, bezeugten die Himmelfahrt des Sohnes Gottes und sie verbrachten diese Nacht damit, über seine wunderbaren Taten und die merkwürdigen und herrlichen Dinge zu sprechen, die in so kurzer Zeit passiert waren.

Satan aber beriet sich mit seinen Engeln, und mit bitterem Hass gegen Gottes Herrschaft sagte er ihnen, solange er seine Macht und Autorität über die Erde behielt, müssten ihre Bemühungen gegen die Nachfolger Jesu zehnmal stärker sein. Sie hatten nichts gegen Jesus gewonnen, aber sie müssten seine Nachfolger wenn möglich besiegen, und sein Werk in jeder Generation fortsetzen, nämlich diejenigen umstricken, die an Jesus, seine Auferstehung und seine Himmelfahrt glauben werden. Satan berichtete seinen Engeln, dass Jesus seinen Jüngern Macht gegeben hatte, sie auszutreiben, zu tadeln und diejenigen zu heilen, die er quälen würde. Dann gingen Satans Engel fort wie brüllende Löwen und suchten die Nachfolger Jesu zu vernichten.

Siehe Lukas 24,50.51; Markus 16,19; Psalm 24,7‑10; Offenbarung 5,12; Apostelgeschichte 1,9‑11; 1. Petrus 5,8

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